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	<title>@Corinna von der Mühlen</title>
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	<description>Coaching und Mentoring Schwelm und online</description>
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		<title>„Wie wäre es, wenn du einfach mal vorbeikommst?&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 22:08:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Satz, mit dem bei mir alles anfing. Manche Sätze höre ich immer wieder, in leicht unterschiedlichen Worten, von unterschiedlichen Frauen....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://corinnavondermuehlen.de/wie-waere-es-wenn-du-einfach-mal-vorbeikommst/">„Wie wäre es, wenn du einfach mal vorbeikommst?&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://corinnavondermuehlen.de">@Corinna von der Mühlen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Der Satz, mit dem bei mir alles anfing.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Sätze höre ich immer wieder, in leicht unterschiedlichen Worten, von unterschiedlichen Frauen. „Ich funktioniere. Aber ich bin nicht da.&#8220; Oder: „Ich weiß nicht mehr, wer ich bin, wenn ich nicht gerade liefere.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind selten die großen Krisen, an denen sich das zuerst zeigt. Es sind kleine, fast banale Momente im Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du sitzt in einem Meeting. Ziemlich am Anfang wird dir klar, worauf es hinausläuft. Du sagst es, klar und konkret. Jemand fällt dir ins Wort: „Jaaa, aber…&#8220; Oder: „Ich glaube, das ist zu kompliziert.&#8220; Zwei Tage später kommen die anderen auf dieselbe Lösung. Und alle nicken, als wäre es ihre Idee gewesen. Du wirst still. Du ziehst dich zurück. Und fragst dich: Warum versteht das keiner? Bin ich komisch?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder du stehst in der Küche. Es ist laut, überall liegen Aufgaben. Ein Satz reicht: „Mama, wo ist…?&#8220;, „Kannst du mal eben…?&#8220;, und plötzlich ist es zu viel. Nicht wegen der einen Aufgabe, sondern weil gerade mehrere Dinge für die Kinder gleichzeitig geregelt werden müssen und du glaubst, das allein und perfekt hinbekommen zu müssen. Abgeben fühlt sich nicht an wie eine Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder es ist ruhiger als das. Familie, Job, Termine, alles läuft. Du funktionierst. Aber innerlich ist da nichts. Du spielst eine Rolle, in der du gut bist. Nur: gelebt hast du heute nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder es ist nachts. Du liegst wach, der Kopf rattert: Ich verliere mich. Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Die Angst kommt hoch, weil du gerade nicht einsortieren kannst, was mit dir passiert, und irgendwo die leise Sorge: Wenn ich das nicht in den Griff kriege, wird es für Körper und Kopf nicht leichter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht erkennst du dich eher in etwas anderem: Du hast immer viel geschafft, und merkst gerade, dass du es zunehmend weniger hinbekommst. Nach außen funktionierst du noch, innerlich stellst du alles infrage. Bei der einen fängt irgendwann der Körper an, Zicken zu machen. Er macht nicht mehr mit, wo der Kopf noch tapfer weiterläuft. Bei der anderen ist es umgekehrt: Nebel im Kopf, plötzlich fällt dir nichts mehr ein, selbst die einfachsten Dinge kriegst du nicht mehr hin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Brille, mit der du das liest</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich in einem oder mehreren dieser Momente wiedererkennst, ist die naheliegende Erklärung meistens die falsche. Mit dir stimmt nichts nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt an einer Brille, die du dir früh aufgesetzt hast, ohne es zu merken. Durch sie hast du beobachtet, was um dich herum passierte, und daraus die falschen Schlüsse gezogen. Deine Mutter war gestresst, und du hast gedacht: Ich bin zu anstrengend. Dabei war die Wahrheit: Deine Mutter war überfordert. Nicht wegen dir. Wegen ihres eigenen Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese Brille hast du gelernt: Ich bin falsch. Ich bin zu viel. Ich darf mich nicht zumuten. Ich muss dafür sorgen, dass es allen gut geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sätze fühlen sich wie Wahrheit an, weil du sie so lange mit dir herumträgst. Aber sie waren nie wahr. Es sind Geschichten, keine Fakten. Und Geschichten kann man umschreiben. Nicht über Nacht. Aber möglich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was sich ändert, wenn du dich zeigst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt ist meist nicht, noch mehr zu leisten, sondern aufzuhören, dich unsichtbar zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du anfängst, dich zu zeigen, wirst du greifbar. Dein Umfeld kann endlich etwas mit dir anfangen, weil es dich sieht. Die Steine, die du dabei befürchtest, gibt es oft gar nicht. Die Befürchtung kommt aus einem alten Film, den du im Kopf laufen lässt, oder aus Schlüssen, die du früher gezogen hast, durch die alte Brille. Leg den Fokus auf dich, nicht auf die mögliche Reaktion des anderen. Und wenn doch mal Steine kommen: Die darfst du bei dem anderen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment, in dem genau das dein Problem war: dass du nicht in die Veränderung gegangen bist, die du dir eigentlich gewünscht hast. Erst, weil du gar nicht genau wusstest, was das eigentlich heißt. Dann, weil dieses Hin und Her aus Stillstand und Chaos nicht auszuhalten war. Vielleicht macht dich dabei sogar traurig, dass die Version von dir, die du immer für die richtige gehalten hast, gerade verschwindet. Und du dich, vielleicht nicht bewusst, aber trotzdem, dafür entschieden hast, weiterzumachen wie bisher. Immer mit dem Gedanken: So schlimm wird es schon nicht. Das kriege ich schon irgendwie hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was, wenn dir das öfter passiert ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mal ganz unter uns: Ich kenne das auch. Ich habe mehrere Jahre lang Dinge nicht umgesetzt und irgendwann festgestellt, dass ich wieder an dem Punkt angekommen war, an dem ich schon vor langer Zeit einmal stand. Das hat mich richtig geschockt. Trotzdem hat es noch Jahre gedauert, bis ich mir Hilfe gesucht habe, bis ich jemanden angesprochen habe. Beim ersten Telefonat mit einer Frau, die mir empfohlen worden war, haben wir nur kurz gesprochen, und ich hab direkt gesagt: Ich glaube, ich lass es lieber. Sie hat geantwortet: Wie wäre es, wenn du einfach mal vorbeikommst? Daraus wurde eine lange Zeit, in der sie mich begleitet hat. Sie hat den Grundstein dafür gelegt, dass ich später offen war für die Veränderung, die wirklich zählte, und dafür, mir jemanden zu suchen, der genauso gestrickt ist wie ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe selbst viele Jahre gebraucht, um dahin zu kommen, wo ich heute stehe. Genau deshalb ist mir diese Arbeit wichtig: damit es bei dir nicht genauso lange dauert. Ein Leben ohne die übliche Anpassung ist möglich, und mit der freien Wahl, dich mit anderen zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss bei dir nicht genauso gewesen sein. Aber vielleicht erkennst du dich trotzdem wieder. Oder du merkst gerade ganz klar: Allein komme ich nicht weiter, weil ich meine eigenen blinden Flecken nicht sehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich wiedererkennst und dir Begleitung wünschst: Buch dir gerne ein kostenfreies und unverbindliches Kennenlerngespräch. Dann lass uns reden. Ich freue mich auf dich.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ständig unter Leuten und trotzdem einsam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 13:34:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Identität und Wachstum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich erzähle hier von einer Frau, die stellvertretend für viele Menschen steht, die mir begegnen. Sie fühlt sich einsam. Dabei ist...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich erzähle hier von einer Frau, die stellvertretend für viele Menschen steht, die mir begegnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie fühlt sich einsam. Dabei ist sie nicht ohne Kontakte. Kinder, Kolleg:innen, Freunde, Bekannte, sie hat all das. Nur die Bekanntschaften und Freundschaften werden weniger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst hat sie gedacht, es liege an der Persönlichkeitsentwicklung, die ihr immer schon wichtig war. Da trennen sich eben manchmal Wege. Doch das ist es nicht, was sie mit sich trägt und was immer schwerer wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie erzählt, dass sie zwar gut darin ist, mit Menschen in Kontakt zu gehen, dass die aber meistens nicht bleiben, kommen ihr die Tränen. Was mit ihr nicht richtig ist, fragt sie sich schon lange, oder was sie falsch macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit einiger Zeit weiß sie: Sie hat einen anderen Denkstil. Und auch eine andere Art, die Welt zu erleben. Sie denkt schneller, fühlt tiefer und nimmt mehr wahr als andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann ich einfach nicht alleine sein? Diese Frage drängt sich ihr auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist gerne allein, das ist es also nicht. Trotzdem möchte sie in Verbindung sein, in Partnerschaft, Freundschaft, Bekanntschaft. Sie hat ein Bedürfnis nach Austausch und Dialog, und das erlebt sie selten. Außer mit ihren Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kannte diese Geschichte schon, bevor sie zu Ende erzählt war.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine andere Verkabelung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne dieses Gefühl. Mein Mann hat mal zu mir gesagt: Du triffst dich doch ständig mit so vielen Leuten. Und ich habe gedacht: Ja. Und trotzdem fühl ich mich allein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Jahre habe ich mich gefragt, warum Kontakte nicht zustande kommen, obwohl man sich sympathisch findet, obwohl man denkt: großartig, das passt. Und trotzdem passt irgendetwas nicht. Man kommt nicht zueinander, oder es geht nach einer Weile wieder auseinander. Der Weg zum Verstandenwerden fühlt sich oft sehr steinig an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe immer die Kontakte gepflegt. Lass uns mal treffen, hieß es oft von anderen. Dann kam ich mit dem Vorschlag, und dann kam nichts zurück. Trotzdem habe ich eher am Rand gestanden, auch in Gruppen. Beobachtend. Wie man lebt, habe ich beobachtet, statt mittendrin zu sein. Das liegt daran, dass ich auch anders denke. Vernetzt, divergent. Ich fühle tiefer, nehme mehr wahr und verarbeite deswegen vieles tiefer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Psychotherapeutin Christel Petitcollin nennt das in ihrem Buch „Ich denke zu viel: Wie wir das Chaos im Kopf bändigen können&#8220; mentale Hocheffizienz. Bei ihnen läuft das Denken vernetzt und assoziativ ab, anders als beim „Normdenken&#8220; des Großteils der Menschen, deren Denken eher geradlinig verläuft. Man könnte auch sagen: Ich bin anders verkabelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders verkabelt zu sein klingt harmlos. Ist es nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Knoten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier ist der Knoten. Es liegt nicht daran, dass irgendjemand etwas falsch gemacht hat, weder ich noch meine Bekannten. Die Verkabelung passt einfach nicht zueinander. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, Menschen loszulassen, die nicht zu einem passen, weil dann die Einsamkeit zuschlägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich nenne sie strukturelle Einsamkeit. Allein zu sein in einem Umfeld, in dem man sich nicht wiederfindet, in dem sich nichts spiegelt, das macht verdammt einsam. Gleiche unter Gleichen zu sein ist eine Voraussetzung dafür, sich gesehen und angenommen zu fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer dieses Anderssein nicht kennt, weiß auch nicht, wo er nach passenden Menschen suchen soll. Er verwaltet die Einsamkeit nur. Sie bleibt ein tiefes, nagendes Gefühl. „Ich bin nicht gut genug.&#8220; „Ich bin nicht wertvoll.&#8220; Solche Sätze begleiten das oft. Manchmal auch Ausdrücke wie: falsch, komisch oder vom falschen Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas kommt dazu, das ich lange nicht gesehen habe. Wenn man sich ständig erklären muss, um verstanden zu werden, gerät man in eine Art Kampfmodus. Und der verstellt selbst den Blick. Er nimmt einem die Offenheit, die man eigentlich anderen Menschen gegenüber bräuchte.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wenn du dich kleiner machst, als du bist</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erzähle das nicht nur von mir. Vielleicht ist dir deine besondere Art zu denken und zu fühlen noch nicht wirklich bewusst. Vielleicht kennst du aber Situationen, in denen du merkst, dass du gedanklich schon einige Ecken voraus bist. Oder in denen du das Gefühl hast, mit der Tiefe deiner Gefühle nicht verstanden zu werden. Du nimmst mehr wahr als andere, siehst Muster, die keinem auffallen. Dir wird regelmäßig gesagt, womit du anderen zu viel bist. Und du passt dich an und machst dich klein, wo es nur geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, dass du deine Art zu sein in deinem Leben mitdenkst. Wird sie übergangen, indem du dich anpasst, entstehen innere Krisen. Oder eine äußere Krise macht sie plötzlich sichtbar und legt dir mehr Steine in den Weg, als du es gebrauchen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da ist noch etwas: Gut darin, mit Menschen in Kontakt zu gehen. Nur bleiben sie oft nicht. Du fragst dich, was mit dir nicht stimmt. Dabei stimmt mit dir nichts nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Sicherheit geht es, um Gesehenwerden, um unverstellten Austausch. Absondern will sich damit niemand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzt die Arbeit an.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gleiche unter Gleichen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer meiner Begleitungen war das Allererste, was wir gemacht haben: Kontakt zu Menschen suchen, die ähnlich gestrickt sind. Vereine gibt es dafür, Gruppen, verschiedenste Formate, in denen man fündig wird. Ich selbst habe deshalb eine Frauengruppe zur Vernetzung gegründet und sie eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo wir gerade stehen: Sie weiß noch nicht genau, was sie tun kann, womit sie sich beschäftigen kann. Nichts reizt sie wirklich, alles wirkt zu einfach oder zu wenig. Aus meiner Sicht hängt das mit einer Art Unterernährung zusammen. Wenn Begegnung und Spiegelung fehlen, entsteht Hunger. Der lässt sich nicht durch Unternehmungen stopfen. Das nährt nicht. Das kann es auch nicht, weil es dazu genug Begegnungen unter Gleichen braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entspannung, dieses Flow-Gefühl, wenn man zum ersten Mal erlebt, wie es ist, einfach sein zu dürfen, ohne sich zu dimmen, ohne sich zurückzunehmen, ohne sich erklären und übersetzen zu müssen. Das ist unglaublich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regelmäßige In-Group-Erlebnisse sind die Voraussetzung dafür, dass auch der Kontakt zu Menschen anderer Art wieder gelingt. Es geht dabei nicht ums Absondern. Es geht darum, wieder unverstellt in Kontakt zu kommen, auch mit Bekannten und Kolleg:innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen haben über Jahre eine enorme Anpassungsleistung erbracht, die ihnen und ihren Beziehungen mehr geschadet als genützt hat. Das Echte ging verloren, und mit ihm der Blick für Menschen, die erstaunlicherweise doch passen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei haben einige tatsächlich den einen Kontakt, mit dem der Austausch sich leicht und erfüllend anfühlt. Nur richtet sich der Fokus meistens auf das, was fehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird alles einbezogen, findet man nach und nach mehr Menschen, die passen. Begegnungen, die wirklich nähren. Auch mit Menschen, die ähnliche Themen und Interessen haben wie man selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso wichtig ist, was sich dabei in dir selbst verändert.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was bleibt, wenn du aufhörst zu kämpfen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer aufhört, gegen sich zu kämpfen, sich zu verstecken, sich kleinzumachen, sich anzupassen, gewinnt nicht nur sich selbst zurück. Es entsteht Raum für echte Begegnungen. Mit Menschen, die ticken wie man selbst, und mit denen auch, die ganz anders sind und trotzdem nähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Menschen wegfallen, heißt das nicht, dass mit mir etwas nicht stimmt. Dafür muss ich aber wissen, dass ich normal bin und okay bin, so wie ich bin.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wenn du dich wiedererkennst</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich wiedererkennst und dir Begleitung von jemandem wünschst, die das kennt: Buch dir gerne ein kostenfreies und unverbindliches Kennenlerngespräch. Meist hat sich im Laufe der Jahre einiges aufgehäuft, und es gibt Momente, die sich sehr nach Krise anfühlen. Gerade dann macht es Sinn, sich eine Begleitung zu suchen. Besonders eine, die genauso gestrickt ist wie du.</p>



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		<title>Als sie die Rüstung auszog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 11:22:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Identität und Wachstum]]></category>
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<h2 class="wp-block-heading">Was passiert, wenn man aufhört zu kämpfen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal entstehen in der Arbeit mit Klienten Bilder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einfach so, mitten im Gespräch. Das kann man nicht planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit Sandra hatte ich plötzlich ein Bild zu ihrer Erzählung, wie sie sich mit ihrem Mann fühlt. Wie es sich anfühlt, wenn zwei Menschen sich nicht mehr erreichen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir mussten beide lachen, wie man so lacht, wenn plötzlich eine überraschende Erkenntnis auftaucht. Zusammenhänge klar werden, sie aber aufgrund der eigenen Sicht auf die Dinge noch so unwahrscheinlich wirken. Fast wie ein Witz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig hat dieses Bild etwas aufgemacht. Plötzlich konnte sie sich selbst sehen. Und ihren Mann. Und die Verletzung unter der Oberfläche. Dass auch er ein Mensch ist, mit eigenen Mustern, eigener Geschichte, eigener Unsicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat sie überrascht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich hat überrascht, dass mit einem Mal dieser Perspektivwechsel möglich wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Zeit später habe ich gesehen, was aus diesem Moment geworden ist. Aber hier ist zuerst die Geschichte zu dem Bild.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Rüstung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mann kommt von der Arbeit nach Hause. Er ist müde. Im Flur riecht es nach Essen. Erleichtert denkt er: „Jetzt kann ich mich ausruhen.&#8220; Doch in der Küche steht, er reibt sich erschrocken die Augen, eine Gestalt in Ritterrüstung. Seine Frau! Vorsichtig setzt er sich an den Tisch.                                                                                                                                                                               Er hat nichts zu seiner Verteidigung dabei. Zumindest glaubt er das.                                              </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Stacheldraht trägt er schon so lange mit sich, dass er ihn kaum noch merkt.&nbsp;Schnell wickelt er ihn um sich. Dass er sich dabei selbst verletzt, merkt er kaum noch.&nbsp;Die Frau dreht sich um. Als sie den Stacheldraht sieht, erstarrt sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sofort schießt ihr durch den Kopf, wie oft sie sich durch seine Worte verletzt gefühlt hat. Wie oft sie sich klein gefühlt hat. Falsch. Nicht gesehen. Wann ist das alles eigentlich passiert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie merkt, dass ihr Mann etwas sagt. Doch der Helm ist so gestaltet, dass sie ihn kaum verstehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann passiert etwas Seltsames. Sie nimmt den Helm ab. Zum ersten Mal seit langer Zeit. Jetzt hört sie seine Stimme. Und obwohl der Stacheldraht zwischen ihnen liegt, versteht sie plötzlich mehr als vorher.&nbsp;Er spricht von früher. Davon, wie sie einmal war. Wie viel Humor sie hatte. Wie lebendig sie wirkte. Und langsam begreift sie etwas: Dass sie sich selbst über Jahre immer weiter zurückgezogen hat. Immer vorsichtiger wurde. Immer angepasster. Immer kleiner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis irgendwann selbst ihr eigener Blick kaum noch bei ihr ankam. Sie verstand plötzlich auch, dass sie beide ihre Werkzeuge schon viel länger mit sich herumtrugen als ihre Ehe dauerte. Die Rüstung und der Stacheldraht. Das waren alte Schutzmechanismen. Nichts davon war über Nacht entstanden. Was sie damit machen würden, wusste sie damals noch nicht. Aber zum ersten Mal ahnte sie:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Mann ist nicht mein Feind.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was entsteht, wenn man anfängt, Raum einzunehmen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, einige Zeit später, steht sie meist ohne Rüstung in ihrem Leben. Und genau daran erkennt sie die Veränderung. Sie hat kaum noch das Gefühl sich verteidigen zu müssen. Sie beschäftigt sich jetzt viel mehr mit sich anstatt damit, wie ihr Mann reagieren könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sie sich erarbeitet hat, erstaunt sie selbst. Neuerdings, wenn sie nach einem Termin noch durch die Stadt geht, steigt kein Druck in ihr auf. Heute ist es anders als vorher: wenn sie sich Zeit lässt. Einen Kaffee trinkt. Noch durch ein Geschäft läuft. Ohne das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen.            Früher war sie innerlich schon auf dem Heimweg, bevor der Termin überhaupt vorbei war. Zu Hause und im Familiengeschäft wurde sie gebraucht. Überall wartete Verantwortung. Stillstand hat sich für sie nie nach Ruhe angefühlt. Eher nach Gefahr.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Sitzung haben wir mit einem Seil und dem Bild gearbeitet: Ich trete über die Schwelle meiner Haustür. Ich gehe raus und tue, was ich möchte und das ohne schlechtes Gewissen. Ihr Körper hat sofort stark reagiert. Da war noch ein großer Abstand zwischen ihr und diesem Schritt. Und vielleicht versteht man dann, was dieser Schritt für sie bedeutet hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Und dann entsteht Lebendigkeit</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sagt sie manchmal einfach: „Ich bin unterwegs. Ihr müsst euch selbst etwas zu essen machen. „Und geht ohne schlechtes Gewissen. Ohne inneren Alarm. Sie hat verstanden, dass sie Raum einnehmen kann. Dass sie dafür keine Erlaubnis und Aufforderung ihres Mannes braucht. Sie fängt an aus der jahrelangen Anpassung auszusteigen und Schritt für Schritt ihren Alltag anders zu gestalten. Sie arbeitet in ihrem Berufsverband mit und ist jetzt Vorsitzende mit vielen Organisationsaufgaben und hält Vorträge, was sie sich früher nie zugetraut hat. Und in der Familienfirma ist sie jetzt in Rente gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht verändert genau das konkrete Tun auch ihren Blick auf ihren Mann. Er wirkt jetzt nicht mehr groß und übermächtig. Eher wie ein Mensch mit eigenen Verletzungen, eigenen Mustern und eigener Unsicherheit. Sie begegnen sich anders. Ruhiger. Fast so, als hätten beide langsam aufgehört zu kämpfen. Und sie sagt heute, dass ihr Mann viel freundlicher mit ihr umgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht auch, weil sie selbst nicht mehr ständig in Erwartung eines Angriffs lebt. Stattdessen fängt sie an, sich selbst zu führen. Ihre Veränderung gehört ihr, unabhängig davon, wie er sich verhalten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Satz, den sie mal gesagt hat: „Das Universum steht über mir offen.“&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erkennst du dich darin? Ich begleite dich auf genau diesem Weg.</p>



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		<title>Die goldene Brille und die Kunst, Menschen nicht zu verurteilen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 12:10:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[KPU]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Unterstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was KPU damit zu tun hat und warum Gespräche manchmal so anstrengend sind Apr. 01, 2026 Die Brille, die alles verändert...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Was KPU damit zu tun hat und warum Gespräche manchmal so anstrengend sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://substack.com/@corinnavondermuehlen"></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Apr. 01, 2026</p>



<figure class="wp-block-image"><a class="image-link image2 is-viewable-img can-restack" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!_jL_!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F272a1ce7-bebb-4776-bc9d-65b91074cf0c_3742x1932.jpeg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!_jL_!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F272a1ce7-bebb-4776-bc9d-65b91074cf0c_3742x1932.jpeg" alt=""/></a></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Brille, die alles verändert</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist Zeit für die Wahlvorträge auf einem Elternkongress in einer großen deutschen Stadt. Der Redner, für dessen Vortrag ich mich entschieden hatte, steht vor uns, der erwartungsvollen Zuhörerschaft, bereit seinen Vortrag zu starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer kurzen Vorstellung, zieht er eine riesige goldene Brille auf, macht eine lange Pause und sagt dann: „Ich arbeite mit der KPU Methode.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stille.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„KPU heißt: Konsequent Positive Unterstellung.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zuhörer lachen über diese Abkürzung, entspannen sich und die und der ein oder andere denkt sich vielleicht, dass sie schon ein bisschen albern ist, diese riesige Brille.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das Thema ist ernst. Es geht in die Tiefe. Mit KPU, dem Grundprinzip der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg, geht man davon aus, dass jedes Verhalten, auch ein schwieriges, auf dem Wunsch nach Erfüllung eines Bedürfnisses beruht. Ein Mensch tut und sagt also nichts gegen einen anderen, sondern tut etwas für sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie soll das denn gehen? Positive Unterstellung &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem wenn sich jemand echt danebenbenimmt, dann muss doch wirklich durchgegriffen werden. Es muss Konsequenzen geben! Für den Störenfried. Schließlich will man Ruhe, akzeptables Verhalten und die ungeteilte Aufmerksamkeit, sowohl im Klassenzimmer als auch im Wohnzimmer. Und auf der Arbeit und überall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Andreas weiter redet, wird klar, dass KPU sich zwar lustig anhört, dass dahinter aber sehr viel Beschäftigung jedes Einzelnen mit sich selbst steckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach du meine Güte! Echt jetzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jemand ist nicht unserer Meinung oder macht etwas, das uns so richtig gegen den Strich geht. Was ist dein erster Impuls in solchen Situationen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mindeste ist Ärger, der aufsteigt und der Impuls, regulierend eingreifen zu wollen. Durch Handlungen oder durch Worte und Tonfall und Blicke. Manche werden laut und bedrohlich, manche versuchen zu manipulieren. Damit das äußerst unangenehme Gefühl im Bauch oder Brustkorb weggeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir kennen das doch alle, oder? Natürlich kennen wir das.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Keine Methode. Eine Haltung.</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe des Vortrags wird klar, dass es sich bei KPU nicht um eine Methode handelt und es auch nicht um Handlungsstrategien in momentanen Situationen geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern darum, eine Haltung des Wohlwollens – besonders sich selbst und anderen Menschen gegenüber – zu entwickeln. Des Wohlwollens und der Gleichwürdigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Haltung?”, fragst du? Fragen alle, die im Raum sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für so einige ist der Gedanke ungewohnt. Zu schnell ist der Reflex, aus der Überzeugung heraus zu handeln, dass der Mensch schlecht ist. Diese Überzeugung ordnet vermeintlich – doch sie steckt in Wirklichkeit in Schubladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal denke ich, dass die Schubladen Sicherheit und Kontrolle bedeuten. Doch das tötet Lebendigkeit. In Kindern, in Erwachsenen, in Beziehungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gleichwürdig, nicht gleich</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas führt aus, dass die Erwachsenen in Elternhaus und Schule die Hauptverantwortung für die Beziehungsgestaltung haben. Das ist natürlich unter Erwachsenen anders. Doch was immer wichtig ist, ist die Gleichwürdigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein Wort, über das ich ganz zu Anfang gestolpert bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichwürdigkeit bedeutet nicht Gleichheit der Rechte – sondern Gleichheit des Wertes. Ein Kind hat nicht dieselben Rechte wie ein Erwachsener, aber denselben inneren Wert. Das ist der Kern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer den gleichen Wert im anderen sieht – auch im schwierigen Moment – handelt anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie geht es dir damit? Mit dem anders handeln können?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konsequent Positive Unterstellung ist die Haltung, die auch Kontakt und Beziehung unter Erwachsenen beeinflusst. Es ist eine offene Grundhaltung des Interesses am anderen, ohne etwas zu erwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <a href="https://open.substack.com/users/424040313-arne-muhlholm-sei-ein-mensch?utm_source=mentions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Arne Mühlholm &#8222;Sei ein Mensch&#8220;</a> es ausdrücken würde: Vor dem Reden über unsere Meinung, Sichtweise, Standpunkte steht das Verstehen des Gegenübers. So dass aus einem Gegeneinander viel eher ein Miteinander wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Möglichkeiten und neue Wege eröffnen sich, wenn die Entscheidung getroffen wird, keine Erwartungen ans Ergebnis zu haben. Sondern vielmehr interessiert nachzufragen, was den anderen bewegt. Arne erzählt es so: ,,In meiner Wahrnehmung entstehen dann kleine Wunder, die ich so nie erwartet hätte. Vielleicht, weil ich keinen Widerstand leiste sondern sage: ,,Erzähl mir mehr.” und das verändert etwas in dem Gegenüber.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch meine ehemalige Klientin Tanja sagt: „Wenn ich wirklich losgelassen habe, bin ich erstaunt, wie viel Gutes plötzlich auf mich zukommt. Und was alles möglich wird.” Und: „Wenn ich ganz bei mir bleibe, dann habe ich gar nicht erst Erwartungen.” Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich irgendwann meine Meinung gar nicht mehr in den Vordergrund stellen musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was eine Haltung der Konsequenten Positiven Unterstellung bewirkt, zeigt auch Rutger Bregman in „Im Grunde gut”. Diese Annahme ist keine Illusion – er hat dafür Belege gesammelt, die aus meiner Sicht kaum bekannt sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was darunter liegt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Eisbergmodell von Katia Saalfrank macht sichtbar, was wir oft übersehen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter jedem Verhalten liegt ein guter Grund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spitze des Eisberges steht für das Verhalten, das man sieht, die Meinung, die man hört. Unter der Wasseroberfläche liegen die Dinge, die nicht offensichtlich sind. Zuerst Gefühle, durch die das Verhalten gesteuert wird. Und darunter die Bedürfnisse nach Liebe, Sicherheit, Zugehörigkeit – die unerfüllt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder benötigen die Unterstützung von Erwachsenen, um sich diese Bedürfnisse zu erfüllen. Erwachsene sind selbst für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zuständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Gordon, der Autor von „Die neue Familienkonferenz”, beschreibt eindrücklich die Unterschiede zwischen dem Umgang, den wir vermutlich fast alle kennen, und der Anwendung einer Haltung wie KPU – und deren Auswirkungen auf das Miteinander. Das Buch gibt es übrigens auch für Manager und Lehrer.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Respekt und Freundlichkeit sind keine Einbahnstraße. Aber ich fange bei mir an.</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich über KPU spreche, kommen Reaktionen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Aber wenn jemand mich wirklich verletzt hat – soll ich da auch noch eine positive Absicht unterstellen?”</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Das ist doch nur für Menschen, die keine echten Probleme haben.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Ich mache das schon so – und der andere nutzt das aus.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Das klingt nach Psycho-Blabla für Leute, die sich alles gefallen lassen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Ich bin ja bereit – aber der andere ist es nicht. Was dann?”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich höre das. Und ich lasse diese Fragen stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich sagen kann: Mir geht es besser, wenn ich in dieser Haltung unterwegs bin. Das ist meine Erfahrung. Die Verantwortung für sein Denken und Handeln trägt der andere selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier passt das alte Bild: Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es heraus. Keine Garantie. Aber eine Wahrscheinlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fange bei mir an. Das reicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie es gelingt, wenn man es wirklich will</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ein paar Hinweise, wie es gelingen kann, diese Haltung einzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war es immer wieder eine Entscheidung. Und die Bereitschaft, diese anfänglich herausfordernde Perspektive einzunehmen. Mich selbst und die eigene Perspektive nicht in den Vordergrund stellen zu wollen. Den anderen durch Zuhören verstehen zu wollen. Und nach der Bereitschaft zu fragen, ob mein Gegenüber bereit ist, auch meine Perspektive anzuhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was in dem Ganzen noch nicht berücksichtigt wurde: die Bereitschaft, sich mit den eigenen Mustern, der Prägung und den ungestillten Bedürfnissen wirklich auseinanderzusetzen. Solange das nur unzureichend passiert, besteht die Gefahr, Dinge weiterhin persönlich zu nehmen. Oder sich im Kampf zu befinden, weil man meint, alle seien sowieso gegen einen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Mal, dass ich angefangen hatte, meine KPU &#8211; Brille aufzusetzen ist mir hier aufgefallen: Während eines Gespräches mit unsere Kitaleitung ist mir aufgegangen, wie absurd dieser übliche Satz ist: ‘Kinder wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen.’ Das hatte plötzlich etwas von: Mein Kind ist der Endgegner. Und wenn das Kind der Endgegner ist, wird Beziehung unmöglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gedanke, dass Kinder manipulieren und Knöpfe drücken – der war irgendwann einfach weg. Beziehung war mir so wichtig, dass ich wirklich den Blick auf den Blick auf die Gründe für Verhalten meiner Kinder richten konnte. Und mit ihnen nach guten Lösungen suchen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortung für sich und die eigene Gefühlsregulation zu übernehmen, gehört auch dazu. Falls das ein unangetastetes Thema bleiben sollte, nützen alle guten Vorsätze nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht auch darum, Vertrauen in sich selbst zu haben, in sein Gegenüber und das Vertrauen durch Neugier und einen positiven Blick auf die Welt zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Bekannte hat mir ein Bild gegeben, das mich sehr beeindruckt hat: Sie wollte ihr Pferd nach einem Turnier schnell in den Hänger bringen. Das Pferd scheute allerdings bei einem Holzstapel. Sie ging mit ihm mehrmals wieder ein Stück zurück, gab ihm eine Kleinigkeit zu fressen und startete einen neuen Versuch. Das wirkt aufwendig – hat aber die Zeit, die das Pferd brauchte, um sicher genug zu sein, deutlich verkürzt. Das Pferd ernst zunehmen war die effizientere Strategie. Im Vergleich zu der Strategie anderer anwesenden Reiter, die ihre Pferde geschlagen haben, damit sie gehorchten und damit sehr viel mehr Zeit brauchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KPU passt zu den Arbeiten von Lisa Feldman &#8211; Barrett. Sie sagt, dass das Gehirn Vorhersagen trifft, aufgrund derer dann die Gefühle entstehen. Ich finde das sehr spannend, weil ich daraus schließe, dass ich diese Vorannahmen ändern kann. Ich bin nicht hilflos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss möchte ich dich ermutigen, KPU auszuprobieren. Neue Erfahrungen machst du nur, wenn du das tust. Was wäre, wenn der Verzicht auf Urteilen die Welt ein bisschen leichter machen würde?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nein – es reicht nicht, nur Selbsthilfebücher zu lesen und das Gefühl, das dadurch entsteht, als Tun zu interpretieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dich bewegt, was du liest und du daran arbeiten möchtest eine andere Haltung zu dir selbst und zu anderen in dein Leben zu holen, dann musst du das nicht alleine machen. Buche dir gerne einen kostenfreien Kennelerntermin über diesen Link: <a href="https://corinnavondermuehlen.de/termin-buchen/">https://corinnavondermuehlen.de/termin-buchen/</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Was ich dem anderen erlaube, beginnt bei dem, was ich mir selbst erlaube</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 09:56:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anpassung]]></category>
		<category><![CDATA[eigene Größe leben]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen setzen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[innere Autorität]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstführung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[sich selbst ernst nehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Verletzung zur stillen Zustimmung wird Lange Zeit dachte ich, dass ich Opfer der Umstände bin. Dass andere über mich hinweggehen....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Wenn Verletzung zur stillen Zustimmung wird</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit dachte ich, dass ich Opfer der Umstände bin. Dass andere über mich hinweggehen. Dass ich übersehen, missverstanden oder nicht ernst genommen werde. Ich habe mich in Rollen wiedergefunden, in denen ich zu viel erklärt, zu viel gehalten, zu wenig gefordert habe. Und irgendwann kam der Gedanke: Vielleicht liegt es nicht nur am Gegenüber. Vielleicht habe ich unbewusst zugestimmt. Vielleicht habe ich nicht einfach „nichts getan“, sondern – ganz aktiv – nicht gehandelt.<br><br>Ich habe dem anderen erlaubt, mich so zu behandeln.<br><br>Weil ich mir selbst nicht die Erlaubnis gegeben habe, für mich einzustehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen war ich ganz schockiert darüber, wenn meine Grenzen nicht eingehalten wurden. Ich habe  anderen die Verantwortung  für mich übergeben. Wenn ich heute darüber nachdenke, finde ich das ganz furchtbar. Doch damals waren mir die Zusammenhänge nicht bewusst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn fehlende Selbstanbindung zu Grenzverletzungen führt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich in Situationen zurückschaue, in denen ich verletzt war, sehe ich heute oft: Ich war nicht klar. Ich war nicht  bei mir und nicht in meiner Autorität. Ich war im Aussen, bei anderen. Ich habe mich erklärt, entschuldigt, angepasst. Ich wollte Verbindung um jeden Preis – und habe mich dabei selbst zurückgestellt.<br><br>Und dann war ich enttäuscht, wenn mein Gegenüber sich auf eine Art verhalten hat, die nicht gut für mich war. Aber: Ich hatte nie gesagt, was gut für mich ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum wir uns klein machen, obwohl wir innerlich Nein meinen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte nie wahrgenommen, dass ich mich groß machen darf. Dass ich klar sagen darf: „So möchte ich nicht behandelt werden.“ Ich hatte Kooperationssignale gesendet – obwohl ich innerlich Nein meinte. Ich war freundlich, obwohl ich klar sein wollte. Ich war nachgiebig, obwohl ich etwas anderes gebraucht hätte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Menschen reagieren auf deine innere Haltung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Spannende ist: Die meisten Menschen kooperieren mit uns. Wenn ich mich klein mache, reagieren andere auf mein Kleinsein. Wenn ich mich erkläre statt zu fühlen, reagieren sie auf meine Erklärung.<br><br>Das bedeutet nicht, dass sie schuld sind. Es bedeutet, dass ich mich nicht gezeigt habe. Nicht klar. Nicht in meiner Wahrheit. Nicht in meiner Größe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Keine Schuld – sondern fehlende innere Autorität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe – aus alten Loyalitäten, aus alten Mustern, aus Angst vor Ablehnung – keine Autorität über mich selbst übernommen.<br><br>Wenn ich meine eigene Autorität nicht nehme, wird das Leben für mich entscheiden. Oder andere Menschen. Und ich werde glauben, ich sei Opfer der Umstände.<br><br>Doch in Wahrheit habe ich es erlaubt. Ich habe es mitgetragen. Ich habe nicht gestoppt, was mir nicht gut tat. Und ich habe nicht eingefordert, was ich brauchte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Klarheit statt emotionaler Eskalation</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das zu erkennen, hat nichts mit Schuld zu tun. Es hat mit Klarheit zu tun. Und Klarheit ist heilsam.<br><br>Heute beobachte ich meinen Ärger anders. Er ist kein Zeichen von Schwäche. Er ist mein Signal. Mein Wegweiser.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ärger als Signal für übergangene Grenzen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Ärger aufkommt, frage ich mich:<br><br>Was habe ich gerade nicht gesagt?<br>Wo habe ich meine Grenzen nicht gezeigt?<br>Wo war ich in Kooperation, obwohl ich in Klarheit hätte sein sollen?<br>Was habe ich mir nicht erlaubt?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Selbst-Erlaubnis als Schlüssel für Veränderung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erlaube mir, mich zuzumuten. Ich erlaube mir, groß zu sein. Ich erlaube mir, nicht zu erklären, sondern zu fühlen. Ich erlaube mir, Nein zu sagen. Ich erlaube mir, in meiner Frequenz zu bleiben – auch wenn sie unbequem ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum echte Verbindung keine Selbstverleugnung braucht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenn ich mir selbst diese Erlaubnis gebe, kann ich sie auch anderen entziehen. Ich kann sagen: „Das ist nicht in Ordnung.“ Ich kann führen, statt zu bitten. Ich kann Verantwortung übernehmen für das, was ich brauche – und was ich zulasse.<br><br>Das ist kein Bruch mit der Verbindung. Das ist der Beginn von echter Beziehung. Zu mir. Und zu anderen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die eine Frage, mit der Selbstführung beginnt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Mal, wenn ich merke, dass ich in Drama rutsche, frage ich mich:<br><br>„Was habe ich mir gerade nicht erlaubt?“<br><br>Das ist oft der Moment, in dem ich mich selbst verliere. Und auch der Moment, in dem ich mich zurückholen kann.<br><br>Mit Klarheit. Mit Autorität. Mit Liebe zu mir selbst<br><br>Für mich.</p>



<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Trigger sind keine Feinde – sie sind der Weg zur Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 22:18:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[innere Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Überforderung trotz funktionierendem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Nervensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstführung]]></category>
		<category><![CDATA[Trigger]]></category>
		<category><![CDATA[Übergang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn dich Kleinigkeiten plötzlich aus der Bahn werfen Kennst du das?Du bist gestresst, dein Kopf ist voll, dein Kalender quillt über...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wenn dich Kleinigkeiten plötzlich aus der Bahn werfen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kennst du das?<br>Du bist gestresst, dein Kopf ist voll, dein Kalender quillt über – und plötzlich piekst dich eine Kleinigkeit so tief, dass du dich hilflos und ohnmächtig fühlst.<br>Ein Kommentar. Eine Nachricht. Eine Bitte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auf einmal rutschst du innerlich ab in ein altes Gefühl:<br><em>Ich bin überfordert. Ich schaffe das alles nicht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen Momenten greifen alte Geschichten in uns. Narrative von früher:<br><em>Ich bin faul. Ich bin zu viel. Ich bin zu wenig. Ich bin nicht gut genug.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was da wirkt, ist kein Zeichen von Schwäche.<br>Es ist ein Trigger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und er zeigt dir etwas Wichtiges.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was ein Trigger wirklich ist – und was nicht</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trigger sind emotionale Rückspiegel.<br>Sie holen alte Erfahrungen, Glaubenssätze und Schutzmuster an die Oberfläche. Nicht, um dich zu sabotieren. Sondern um dir zu zeigen, wo du dich selbst noch nicht vollständig gesehen, gehalten und angenommen hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Trigger ist kein Angriff von außen.<br>Er ist ein Echo von innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er bringt das zum Klingen, was in dir noch nicht in Frieden ist.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum dein Nervensystem schneller reagiert als dein Verstand</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich klein, ohnmächtig oder handlungsunfähig erlebst, ist das kein Zufall. Dein Nervensystem erinnert sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Stress, nach intensiven Situationen mit vielen Reizen und vielleicht auch erkenntnisreichen Erlebnissen, fühlst du Überforderung. Dann fällt dein System oft zurück in alte Zustände:<br>Freeze. Überanpassung. Funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du reagierst dann nicht aus deinem bewussten Erwachsenen-Ich, sondern aus einem inneren Muster heraus, das früher sinnvoll war &#8211; heute aber nicht mehr hilfreich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Momenten ist es entscheidend, nicht gegen dich zu arbeiten.<br>Sondern mit deinem Nervensystem zu gehen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Atmen. Spüren. Ankommen.<br>Den Körper fragen: Wo sitzt das Gefühl?<br>Wahrnehmen statt bewerten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Trigger durch Sichtbarkeit: Wenn dein Körper auf Rückzug schaltet</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trigger zeigen sich nicht immer laut.<br>Manchmal zeigen sie sich als Starre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Frau sitzt in einem Seminar.<br>Sie weiß etwas. Sie spürt eine Antwort.<br>Und trotzdem meldet sie sich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Körper wird eng.<br>Der Atem flach.<br>Der Impuls: <em>Lieber nichts sagen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, weil sie nichts zu sagen hätte.<br>Sondern weil ihr Nervensystem gelernt hat:<br><em>Sichtbarkeit ist gefährlich.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Freeze und Anpassung als alte Schutzreaktionen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein Trigger.<br>Kein mentales Problem – ein körperliches Erinnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Momenten hilft keine Selbstoptimierung.<br>Sondern Kontakt.<br>Mit dem Körper. Mit dem Jetzt. Mit der erwachsenen Autorität in dir.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Trigger als Einladung zur Selbstführung und inneren Autorität</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was passiert, wenn du aufhörst, Trigger zu vermeiden oder zu bekämpfen? Dich nur optimieren zu wollen, weil du es als ,,noch nicht gut genug&#8220; einstufst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du beginnst, Verantwortung für deine Innenwelt und auch dein Energiemanagement im Alltag zu übernehmen.<br>Nicht, weil du schuld bist.<br>Sondern weil du entscheiden darfst, wie du mit dir umgehst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du erkennst:<br><em>Ich habe mir nicht erlaubt, für mich einzustehen</em> –<br>dann beginnt etwas Neues. Dann wird Wachstum möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht durch Schuld oder Druck.<br>Sondern durch eine neue Erlaubnis:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich darf klar sein.<br>Ich darf Grenzen setzen.<br>Ich darf wählen, mit wem ich meine Energie teile.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Beziehungstrigger: Wenn Erwartungen alte Wunden berühren</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen kooperieren immer mit uns – auch dann, wenn wir es nicht merken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich selbst klein machst, unklar bist oder dich anpasst, wird dein Gegenüber damit in Resonanz gehen. Oft unbewusst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein klassischer Trigger zeigt sich hier in Beziehungen.<br>Nicht als großes Drama – sondern als leiser innerer Film.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere meldet sich anders als erhofft.<br>Er zeigt weniger Initiative.<br>Er erfüllt eine unausgesprochene Erwartung nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und plötzlich ist sie da, die alte Geschichte:<br><em>Ich bin nicht wichtig.</em><br><em>Ich bin nicht wertvoll genug.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum Enttäuschung selten mit dem anderen zu tun hat</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trigger ist nicht das Verhalten des anderen.<br>Der Trigger ist das, was in dir angesprungen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Nervensystem reagiert – mit Rückzug, Vorwurf oder innerer Kündigung.<br>Nicht, weil du schwierig bist.<br>Sondern weil ein alter Schutzmechanismus übernommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier liegt die Einladung:<br>Nicht den anderen zu korrigieren –<br>sondern die Verantwortung für deine Innenwelt zurückzuholen.</p>



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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Trigger sich als Erschöpfung und Entscheidungsunfähigkeit zeigen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder Trigger fühlt sich emotional an.<br>Manche fühlen sich einfach nur müde an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu viele Optionen.<br>Zu viele Anforderungen.<br>Zu viele innere Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und plötzlich geht nichts mehr.<br>Du schiebst Entscheidungen auf.<br>Du ziehst dich zurück.<br>Du funktionierst nur noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnell kommt der Gedanke:<br><em>Ich bin faul.</em><br><em>Ich kriege mein Leben nicht geregelt.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum Überforderung oft ein Schutzmechanismus ist</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch hier ist der Trigger nicht das Zuviel.<br>Sondern eine alte Erfahrung:<br><em>Wenn ich mich entscheide, verliere ich etwas.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Verbindung. Sicherheit. Zugehörigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Nervensystem reagiert mit Rückzug.<br>Nicht, weil du schwach bist.<br>Sondern weil dein System Sicherheit sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das ist kein Feind.<br>Es ist ein Hinweis darauf, dass Führung gebraucht wird – von dir.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum Trigger keine Rückschritte sind, sondern Entwicklung anzeigen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Shai Tubali sagt:<br><em>„Trigger sind keine Feinde. Sie sind Schlüssel. Sie zeigen uns, wo die Freiheit noch nicht angekommen ist.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trigger zeigen dir,<br>wo du dich selbst noch aus der Verantwortung ziehst.<br>Wo du dich noch nicht vollständig hörst, ehrst, wählst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie markieren die Stelle,<br>an der dein inneres Wachstum größer geworden ist als deine bisherigen Strukturen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie du Trigger nutzen kannst, statt gegen sie zu kämpfen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm deine Trigger ernst.<br>Nicht dramatisch – sondern liebevoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie zeigen dir,<br>wo du deine Macht zurückholen kannst.<br>Wo du dich neu entscheiden kannst.<br>Wo dein Nervensystem deine Führung braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht gegen dich.<br>Sondern für dich.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Du bist nicht gescheitert – du bist in einem inneren Übergang</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trigger sind keine Zeichen deines Scheiterns.<br>Sie sind Einladungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einladungen, dich tiefer zu erkennen.<br>Dich selbst zu halten.<br>Und dich zu wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn genau das ist Freiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du diesen alten Schutzmustern, Erfahrungen und Glaubenssätzen auf die Spur kommen willst, dann lass uns gemeinsam hinschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Unverbindlichen Telefonat klären wir, ob ich dich mit meiner Arbeit unterstützen kann.</p>



<div class="wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns4810_c248bb-aa"><a class="kb-button kt-button button kb-btn4810_fe1e81-a0 kt-btn-size-large kt-btn-width-type-full kb-btn-global-fill kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false wp-block-kadence-singlebtn" href="https://corinnavondermuehlen.de/termin-buchen/"><span class="kt-btn-inner-text">Ja, Jetzt Orientierungsgespräch buchen</span></a></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wenn Wollen nicht reicht, um dich zu verändern.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 21:30:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[innere Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Nervensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Wollen nicht mehr reicht Viele Frauen, die hier landen, haben eines gemeinsam:Sie sind nicht am Anfang ihrer Entwicklung.Sie sind am...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Wenn Wollen nicht mehr reicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Frauen, die hier landen, haben eines gemeinsam:<br>Sie sind nicht am Anfang ihrer Entwicklung.<br>Sie sind am Wendepunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben reflektiert, analysiert, verstanden.<br>Sie erkennen Muster, Dynamiken, innere Zusammenhänge – oft schneller und tiefer als ihr Umfeld. Und trotzdem fühlt sich ihr Leben an, als würde es innerlich stehen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach außen funktioniert alles.<br>Innen stimmt etwas nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht laut.<br>Nicht dramatisch.<br>Sondern still, zäh, fremd.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Veränderung hier stockt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Punkt glauben viele, sie müssten nur noch <strong>mehr wollen</strong>.<br>Oder endlich die <strong>richtige Methode</strong> finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides greift zu kurz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Veränderung scheitert selten am Wollen.<br>Und fast nie am Wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hier wirkt, ist ein inneres System, das sehr früh gelernt hat, Sicherheit herzustellen.<br>Ein System, das zuverlässig auf <strong>„GEFAHR“</strong> schaltet, sobald Veränderung nicht mehr theoretisch ist, sondern real wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht beim Nachdenken.<br>Sondern beim Gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann melden sich Gefühle, Zweifel, körperliche Reaktionen.<br>Alles fühlt sich plötzlich plausibel an – und gleichzeitig blockierend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was viele nicht wissen:<br>Gefühle sind Signale.<br>Aber sie sind nicht immer gute Wegweiser.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der eigentliche Wendepunkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wendepunkt ist selten spektakulär.<br>Er ist auch nicht motivierend im klassischen Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er beginnt mit einer Entscheidung:<br>Nicht länger auf Rettung von außen zu hoffen.<br>Und auch nicht darauf zu warten, dass es sich irgendwann eindeutig „richtig“ anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern Verantwortung zu übernehmen –<br>für das eigene innere Chaos ebenso wie für die nächsten Schritte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entscheidung verändert alles.<br>Nicht sofort. Aber nachhaltig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Für wen diese Arbeit ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Klientinnen sind nicht schwach.<br>Sie sind nicht unentschlossen.<br>Und sie brauchen keine Reparatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben sich über Jahre angepasst, mitgedacht, mitgefühlt, reguliert.<br>Sie haben gelernt zu funktionieren – und dabei verlernt, sich selbst klar zu führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft sind sie lange allein gegangen.<br>Zu lange.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sie brauchen, ist kein weiteres Selbsthilfe Buch<br>Keine Technik. Kein Konzept.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie brauchen innere Orientierung.<br>Und eine Form von Führung, die das innere System und das Nervensystem mitnimmt – statt es zu überfordern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Begleitung hier entscheidend ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Übergang lässt sich theoretisch allein gehen.<br>Praktisch kippt das System dabei immer wieder in alte Schleifen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht aus Schwäche.<br>Sondern aus Schutz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Veränderung scheitert an diesem Punkt oft nicht an mangelnder Stärke,<br>sondern an dem tief verankerten Glauben, man müsse genau hier allein durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Arbeit bietet einen anderen Raum:<br>klar, erwartungsfrei, orientierend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Raum, in dem das innere Chaos nicht bewertet, sondern geordnet wird.<br>In dem Führung entsteht – von innen heraus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nächster Schritt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du spürst, dass Wollen nicht mehr reicht<br>und du an einem inneren Übergang stehst,<br>dann geht es nicht um mehr Anstrengung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um Ausrichtung.<br>Und darum, diesen Schritt nicht allein zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klick auf den Button, such dir einen passenden Termin und lass uns telefonieren. Ich nehme mir 30 Minuten Zeit für dich und wir finden heraus, ob wir gemeinsam weitergehen wollen.</p>



<div class="wp-block-kadence-advancedbtn kb-buttons-wrap kb-btns4803_aaf2b6-5c"><a class="kb-button kt-button button kb-btn4803_05e9ab-73 kt-btn-size-large kt-btn-width-type-full kb-btn-global-fill kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false wp-block-kadence-singlebtn" href="https://corinnavondermuehlen.de/termin-buchen/"><span class="kt-btn-inner-text">Jetzt Klarheit statt weiter im Kreis zu denken: Buch Dein Orientierungsgespräch</span></a></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Selbstführung statt Selbstverlust &#8211; Wie ich lernte, mich selbst zu halten</title>
		<link>https://corinnavondermuehlen.de/selbstfuehrung-statt-selbstverlust-wie-ich-lernte-mich-selbst-zu-halten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 21:31:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[emotionale Selbstregulation]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstführung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwirksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[zuviel Fühlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Liebe den Weg so sehr wie das Ziel.“ – KYO Wenn Wissen nicht reicht Wenn du dich schon mal gefragt hast,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Liebe den Weg so sehr wie das Ziel.“ – KYO</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Wissen nicht reicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich schon mal gefragt hast, warum du so vieles weißt, aber trotzdem im Gefühl stecken bleibst – dann wirst du verstehen, was ich gelernt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Monaten habe ich schmerzlich gelernt, wie Selbstführung geht.<br>Ich habe vorher immer gedacht: „Das kann ich nicht.“<br>Das fing an bei<br>„Ich kann nicht auf Süßigkeiten verzichten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Süßes gab es immer, wenn ich mich belohnen wollte, weil ich etwas gut geschafft hatte. Oder wenn ich mich gestresst oder traurig fühlte und meine Emotionen und schlechte Stimmung regulieren musste. Stressig fand ich besonders die Tage, an denen ich zu viele Termine mit und für die Kinder organisieren musste. Sehr herausfordernd war es, mehrere Termine gleichzeitig handeln zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Es endete bei: „Ich bin meinen Emotionen und Gefühlen so ausgeliefert.“<br>Egal welche Emotion. Welches Gefühl. Andere Menschen haben einen Gefühlsball in den Händen. Ich bin mittendrin in einem Riesenball aus Gefühl.<br>Ich fühlte mich meiner Wut über mich und andere hilflos ausgeliefert. Ich war überfordert und konnte mich oft selbst nicht halten. Geschweige denn die Emotionen meiner Kinder. Das war in der Autonomiephase und in der Pubertät wirklich eine Challenge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da gibt es noch unendliche weitere Situationen, in denen ich mich irgendwelcher Hilfsmittel bedient habe, um klarzukommen.<br>Jetzt denke ich: „Geht doch!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Wendepunkt: Radikale Eigenverantwortung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das oben erwähnte schmerzliche Lernen hat mich gezwungen, mich noch mal anders mit dem Thema Selbstregulation und Selbstführung zu beschäftigen.<br>Ich war mit einer Situation ganz alleine. Und es hat lange gedauert, bevor ich jemandem davon erzählt habe.<br>Wie das so ist, wenn man eigentlich seine Emotionen nicht halten kann und trotzdem so tut, als sei man stark.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Na so ganz stimmt das nicht mehr.<br>Zum Glück habe ich mich in den zwei Jahren vorher intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt.<br>Ich verstand meine Wut und meine Angst. Ich verstand meine Hilflosigkeit.<br>Und entdeckte die radikale Eigenverantwortung.<br>Die Wut löste sich plötzlich in Luft auf, und die Angst, gesehen zu werden und für falsch befunden zu werden, flog davon.<br>Die Hilflosigkeit nahm ihre Schuhe, drehte sich in der Tür noch mal um und sagte: „Du brauchst mich ja jetzt nicht mehr.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Allein – und plötzlich frei</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der radikalen Eigenverantwortung tauchte das Gefühl auf, vollkommen allein auf der Welt zu sein. Ich war mit mir selbst.<br>Das verwandelte sich in die Erkenntnis: „Ich kann alles machen, was und wie ich es will. Ich schreibe ein neues Drehbuch und drehe den Film über mich selbst neu. Ich spiele die Hauptrolle in meinem Film selbst. Das wird kein anderer mehr tun!“<br>Mit dem Fazit aus dem Höhlengleichnis von Platon – meine Wirklichkeit ist eine andere als die vieler Menschen um mich herum – war auch der Drang weg, mich erklären zu müssen und andere von meiner Sicht überzeugen zu wollen. Damit ich mich nicht so alleine fühle.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotionen halten – statt sie zu bekämpfen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Grundlage war es, die das Lernen der Selbstführung vielleicht erst möglich gemacht hat.<br>Mir fiel auf, dass ich meine Emotionen halten konnte. Dass ich sie regulieren konnte, auch wenn sie erstmal sehr groß waren.<br>Dass ich dafür niemanden brauchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Übung macht Selbstführung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute übe ich, meine Stimmung zu steuern.<br>Indem ich meine Entschlossenheit stärke. Und mich immer wieder dafür entscheide, kleine Glücksmomente aneinanderzureihen. Mich zu erinnern, wer ich sein möchte. Meinen Körper mit Bewegung und Singen zu aktivieren.<br>Ich bleibe nicht mehr in schlechten Stimmungen hängen. Ich komme viel schneller wieder heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Analysieren, entscheiden, führen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe verstanden: Selbstführung heißt nicht, alles im Griff zu haben.<br>Sondern da zu bleiben, wenn es wackelt.<br>Nicht davonlaufen, nicht betäuben – sondern hinsehen, verstehen, analysieren.<br>Und dann entscheiden: Ich will, dass es anders wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich prüfe meine Haltung mir selbst gegenüber.<br>Wie spreche ich mit mir? Führe ich Diskussionen mit mir selbst – oder treffe ich Entscheidungen?<br>Ich nehme meine Gefühle an die Hand und sage: Wir gehen jetzt diesen Weg.<br>Ich frage mich: Was will ich wirklich erreichen? Und was braucht es, um dorthin zu kommen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die tägliche Entscheidung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Je öfter ich das tue, desto klarer werde ich.<br>Ich komme schneller zurück in mein Selbstvertrauen,<br>in mein Gefühl von Selbstwirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstführung statt Selbstverlust –<br>das ist kein Ziel, sondern eine tägliche Entscheidung.<br>Eine Bewegung zurück zu mir.<br>Und jedes Mal, wenn ich sie wähle, wird mein Leben ein Stück mehr meins.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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		<item>
		<title>Abhängigkeit oder die Kunst, verbunden zu bleiben – ohne sich zu verlieren</title>
		<link>https://corinnavondermuehlen.de/die-kunst-verbunden-zu-bleiben-ohne-sich-zu-verlieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 11:35:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung auf Augenhöhe]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[innere freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal merke ich, wie das Wort ,,Abhängigkeit&#8220; in mir etwas zusammenzieht.Es klingt nach Schwäche, nach Ohnmacht, nach einem Ich, das sich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://corinnavondermuehlen.de/die-kunst-verbunden-zu-bleiben-ohne-sich-zu-verlieren/">Abhängigkeit oder die Kunst, verbunden zu bleiben – ohne sich zu verlieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://corinnavondermuehlen.de">@Corinna von der Mühlen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal merke ich, wie das Wort ,,Abhängigkeit&#8220; in mir etwas zusammenzieht.<br>Es klingt nach Schwäche, nach Ohnmacht, nach einem Ich, das sich verliert.<br>Und doch spüre ich: In jeder echten Verbindung bin ich abhängig.<br>Von Resonanz.<br>Von Ehrlichkeit.<br>Von Berührbarkeit.<br><br>Vielleicht ist Abhängigkeit gar nicht das Gegenteil von Freiheit,<br>sondern ihr leiser Ursprung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Alte Bühne – wenn Abhängigkeit Kindheitsmuster wiederholt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abhängigkeit war für mich lange gleichbedeutend mit Angst.<br>Angst vor Liebesverlust.<br>Vor Bewertung.<br>Vor Rückzug.<br><br>Ich habe mich angepasst, bevor jemand etwas sagen musste.<br>Ich war so geübt darin, Erwartungen zu spüren,<br>dass ich meine eigenen Bedürfnisse kaum noch kannte.<br><br>Rückblickend war das kein Charakterfehler,<br>sondern eine Überlebensstrategie –<br>in einem System, das autoritäre Erziehung mit Beziehung verwechselte<br>und Gehorsamkeit mit Wohlerzogenheit.<br><br>Kinder, die fein wahrnehmen, lernen früh:<br>Zugehörigkeit kostet oft Selbstverleugnung.<br>Also geben sie sich Stück für Stück auf,<br>um Nähe zu behalten.<br><br>Das fühlt sich später an wie Loyalität –<br>ist aber oft bloß Wiederholung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Bewusstheit schafft Wahlfreiheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Persönlichkeitsentwicklung kam die Entkopplung.<br>Ich merkte, dass ich entscheiden kann, wann ich mich anpasse –<br>und wann nicht.<br><br>Ich kann Bindung halten, ohne mich selbst zu verlieren.<br>Ich kann ich selbst sein und für mich sorgen,<br>ohne Liebe zu riskieren.<br><br>Früher dachte ich, Echtheit gefährdet Beziehung.<br>Heute erlebe ich, dass sie sie vertieft.<br><br>Wenn ich mich zeige, passiert meistens nichts Schlimmes –<br>außer dass ich freier atme.<br><br>Persönlichkeitsentwicklung bedeutet für mich,<br>diese alten Automatismen zu entlarven<br>und Abhängigkeit bewusst zu gestalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Abhängigkeit als Resonanzfeld</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist Abhängigkeit gar kein Feind der Freiheit,<br>sondern ihre Bedingung.<br><br>Ich bin abhängig davon,<br>dass Resonanz möglich ist –<br>dass jemand mich wirklich sieht,<br>nicht nur hört.<br><br>Gesunde Abhängigkeit ist keine Fessel,<br>sondern eine Form von Vertrauen.<br>Ich lasse mich berühren.<br>Ich darf empfangen, ohne mich zu verlieren.<br><br>In dieser Art von Abhängigkeit liegt Leben.<br>Weil sie Nähe erlaubt – und Wachstum.<br>Weil sie zeigt:<br>Wir sind nicht dazu gemacht, allein zu funktionieren,<br>sondern miteinander zu schwingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Die subtilste Abhängigkeit – die eigenen Gedanken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht sind die stärksten Fesseln gar nicht im Außen.<br>Nicht Partner, Verträge oder Strukturen halten uns klein,<br>sondern die Geschichten, die wir über sie erzählen.<br><br>Ich kenne das auch:<br>Wenn ich glaube, dass ich erst frei bin,<br>wenn sich etwas im Außen ändert,<br>bleibe ich unmerklich gebunden –<br>an meine eigene Erwartung.<br><br>Ein Klient hat mich das auf tiefe Weise gelehrt.<br>Er lebte in einer Privatinsolvenz, fühlte sich machtlos und beschämt.<br>Doch er begann, innerhalb dieser engen Grenzen neu zu gestalten.<br>Er strukturierte sein Leben, suchte Sinn,<br>nahm Verantwortung auf eine Weise an,<br>die plötzlich leicht wurde.<br><br>Seine „Depression“ wich,<br>sein Trinkverhalten wurde steuerbar,<br>und er konnte Nähe zulassen –<br>trotz, oder vielleicht gerade wegen,<br>seiner alten Wunden.<br><br>Abhängigkeit verliert ihren Schrecken,<br>wenn sie nicht mehr über uns bestimmt,<br>sondern wir gestalten<br>und sie als verbindendes Element wahrnehmen.<br><br>Nehmen wir nur unsere Angst vor Konflikten.<br>Statt sie zu vermeiden,<br>können wir jeden Konflikt feiern –<br>als Lernfeld, um mehr über uns und andere zu erfahren.<br><br>Um in Verbindung gemeinsame Lösungen zu schaffen.<br>Oder auch, um den Raum zu haben,<br>sich für sich selbst zu entscheiden –<br>oder dem Miteinander zuliebe<br>die eigenen Vorstellungen zu hinterfragen.<br><br>Genauso kann es mit der Abhängigkeit sein.<br>Es geht um gemeinsames Gestalten.<br>Transparent und auf Augenhöhe.<br>Um Hilfe annehmen zu können,<br>sich gegenseitig wertzuschätzen.                                                                                                          Verbunden zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren.<br><br>Es geht darum,<br>sich im Kern nicht als hilflos,<br>sondern als selbstwirksam zu erleben.<br>Und das darf ich mir erlauben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abhängigkeit – 9. deutschsprachige Blog-Challenge auf Substack von Margot Dimi, das Wortweib🖋️</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 9. deutschsprachige Blog-Challenge auf Substack lädt dich ein zum Tieftauchen. Schreibst du mit?<a href="https://schreibdichfrei.substack.com/p/abhangigkeit-9-deutschsprachige-blog">Weiterlesen auf Substack</a></p>
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		<item>
		<title>Hunger! Und ein Minderheitenproblem</title>
		<link>https://corinnavondermuehlen.de/hunger-und-ein-minderheitenproblem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 11:23:23 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hochbegabung Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hunger, den ich nicht benennen konnte Ich hatte Hunger. Jahrelang. Und keine Ahnung, wonach. Es ging nie um Essen. Es...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://corinnavondermuehlen.de/hunger-und-ein-minderheitenproblem/">Hunger! Und ein Minderheitenproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://corinnavondermuehlen.de">@Corinna von der Mühlen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Hunger, den ich nicht benennen konnte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte Hunger. Jahrelang. Und keine Ahnung, wonach.<br><br>Es ging nie um Essen. Es ging um etwas, für das ich kein Wort hatte.<br><br>Ich habe Jahre gebraucht, das herauszufinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Satz, der alles veränderte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kam dieser Satz. Von einer Kollegin, hochbegabt wie ich später verstehen sollte: &#8222;Überdenk deine ADHS-Diagnose nochmal. Das könnte Hochbegabung sein.&#8220;<br><br>Ein Satz. Ein Schalter. Alles anders.<br><br>Ich sah mein Leben plötzlich klar und auch, dass ich nicht im Mangel feststeckte, sondern alles schon in mir zur Verfügung hatte.<br><br>Und trotz Integration meiner Persönlichkeitsmerkmale war da immer noch dieses Hungergefühl. Das ich nicht einordnen konnte. Ich hatte ja gelernt, dass ich mir alles selber geben kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Resonanz – das fehlende Wort</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dann dieser Podcast. Ich höre zu, und plötzlich – da. Dieses Gefühl.<br><br>Die Gedanken des Menschen, der interviewt wurde, lösten ganz viele Gefühle aus. Ich erkannte mich wieder in dem, was er sagte.<br><br>Wie kann ich mich in jemandem wiedererkennen, der ein komplett anderes Leben lebt? Anderes Geschlecht, andere Geschichte, aufgewachsen in zwei Kulturen.<br><br>Ja, das geht.<br><br>Resonanz. Das war das Wort.<br><br>Ich las und hörte noch mehrere Interviews dieses, wie ich finde bemerkenswerten Menschen und es bestätigte sich immer wieder. Ich ging stark in Resonanz mit dem, was er sagte.<br><br>Einiges, was er beschrieb – seine Erfahrungen, sein inneres Erleben – hätte ich genauso beschrieben.  Das fand ich auch bemerkenswert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet diese Resonanz?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich dachte viel darüber nach, wie ich diese starke Resonanz einordnen konnte. Was das heißt und wie ich damit umgehen will.<br><br>Hebe ich es auf die geistige Ebene? Ordne ich es als Spiegelung dessen ein, was ich auch in mir habe? Was ich auspacken und leben darf in der Art und Weise, wie es zu mir passt? Nehme ich das, was ich gehört habe als Vorbild?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das essentielle Bedürfnis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit meiner Freundin wurde es nach und nach klar.<br><br>Es hat nichts mit Bedürftigkeit zu tun, sondern es ist ein essentielles Bedürfnis nach verstanden werden, gespiegelt werden und sich entfalten können. In Verbindung sein. Nicht nur an der Oberfläche, sondern in der Tiefe. Mit Menschen, die genauso gestrickt sind, wie man selbst. Die auf derselben Frequenz senden, dieselbe &#8222;Sprache&#8220; sprechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Minderheitenproblem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und da taucht das Minderheitenproblem auf.<br><br>Das Minderheitenproblem: Es gibt einfach nicht genug von uns. Nicht in Reichweite.<br><br>Ich fühlte mich lange sehr allein.<br><br>Ich wünschte mir, dass ich dazugehören könnte, dass ich genauso sein könnte, wie die anderen, dass ich mich zeigen könnte, wie ich bin. Dass jemand meine Freude und Begeisterung teilt, dass ich Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen haben könnte, dass ich endlich meinen Weg finden könnte.<br><br>Stattdessen war ich diejenige, die sich die Themen anderer anhörte, die eigenen Themen kamen meist nicht an.<br><br>Die still und unsichtbar war. Die keine eigene Meinung zu haben schien.<br><br>Abgesehen davon, dass es für mich irgendwie niemanden gab.<br><br>Das Minderheitenproblem.<br><br>Es ist wirklich ernstzunehmen. Ich nahm es ernst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Umfeld verändert sich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ich mich intensiv mit meinen Persönlichkeitsmerkmalen beschäftigt habe und in mein Leben integriert habe, hat sich auch mein Umfeld verändert.<br><br>Dem Internet sei Dank, habe ich Menschen gefunden und haben mich Menschen gefunden, die auf meiner Frequenz senden und mit denen ich in Resonanz bin.<br><br>In ihrer Gegenwart kann ich einfach sein, wie ich bin und mich entfalten.<br><br>Ich bin so dankbar für diese Freundschaften, die entstanden sind. Etwas für mich noch nie Dagewesenes.<br><br>Und die Resonanz auf die Interviews?<br><br>Finde ich wunderbar und sie löst immer wieder große Begeisterung aus. Transportiert Lebendigkeit und Inspiration. Und hat mich ein Vorbild finden lassen mit Mentor-Status.<br><br>Das Leben ist wunderbar!<br><br>Ein Erlebnis, das alles ist – außer gewöhnlich!</p>
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